Projekt „Permeabilität von drapierten textilen Strukturen“

Einen wesentlichen Beitrag zur Qualität eines Bauteils stellt die Imprägnierung des textilen Halbzeugs mit Harz während des Fertigungsprozesses dar. Dabei spielt die Permeabilität (Durchlässigkeit des Textils für das Harz) eine wesentliche Rolle.

Im Rahmen des Studentenprojektes zur Bestimmung der Permeabilität von drapierten textilen Strukturen beschäftigten sich die drei Master- und Bachelor-Studentinnen Maureen Wittig, Alina Luckow, und Jana Heinsohn seit Oktober 2012 mit dieser Thematik. Sie entwickelten eine Prüfeinrichtung, zur schnellen und reproduzierbaren Bestimmung der Permeabilität von Textilien. 


Für einwandfreie, unbelastete Textilien kann die Permeabilität ohne Probleme ermittelt werden. Jedoch berücksichtigt diese Betrachtungsweise die Auswirkungen der Drapierung des Textils mit ihren lokal verursachten Imperfektionen (wie Gaps oder Faserwinkelverschiebungen) oder allgemein vorherrschende Fehlstellen nur unbefriedigend.
Innerhalb der Arbeiten des Projektes wurde der Zusammenhang zwischen der Permeabilität von flächigen Halbzeugen und deren Imperfektionen dargelegt. In einem ersten Schritt wurde eine geeignete Messvorrichtung entwickelt, konstruiert und gebaut. Diese Messvorrichtung dient zur Ermittlung der ebenen Permeabilität. Mithilfe des DRAPETESTs  können lokale Imperfektionen optisch erfasst, bestimmt und klassifiziert werden. 


Anschließend wurden die so charakterisierten Textilien mit der entwickelten Messvorrichtung auf ihre Permeabilität untersucht. Anhand der Ergebnisse konnte anschließend ein Zusammenhang zwischen den textilen Eigenschaften Drapierbarkeit und Permeabilität hergestellt werden.


Die Ergebnisse des Projektes stellen eine wesentliche Grundlage für zukünftige Forschungsthemen rund um die Permeabilitätsprüfung dar. Eine Vielzahl von Ideen ist im Laufe des Projektes entstanden und die daraus entwickelten Fragestellungen bieten eine Fülle von möglichen zukünftigen Forschungspunkten.

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